Der letzte Headhunter des XX. Jahrhunderts

Forgács Károly

„Ich habe Károly Forgács nie getroffen. Nur seine Werke gesehen, über seine Bestrebungen gehört und ich wusste: diesen Menschen sollte die Welt kennen lernen! Wie ich erfuhr: damit war ich zu spät. Der Name Károly Forgács war schon viel früher bekannt, bevor ich seine erste Aufnahme überhaupt zu Händen bekam…
Károly Forgács ist kein Fotograf, nach seinem Bekennen war er es nie. Forgács ist schöpfender Künstler. Die Portraitaufnahmen der Reihe „Köpfe unserer Zeit“ sind eigenartig, manchmal erinnern sie an die Werke Rembrandts. Sie regen den Zuschauer zum längeren Betrachten, Vertiefen, zum sich-Hineinversetzen an.”
Zitat aus einem Artikel der Zeitschrift VAGYUNK [UNS GIBT ES]. (15.Juni 1974)

Károly Forgács hat über 90.000 km mit der Bahn, mit Bus, er Anhalter hinterlegt um Künstler, Politiker, Wissenschaftler, Geistliche an verschiedenen Teilen Europas zu fotografieren.
Sein Lebenswerk bestand glücklicherweise die Probe der Zeit. Nach mehreren Jahren der Nachforschung tauchten die Negative aus einer Besenkammer auf, in fast makellosem Zustand. Die Restaurierung des Materials, ihre Digitalisierung und Postproduktion in London und in Budapest haben fast ein Jahr beansprucht.
Ohne Familienfotos besteht die Sammlung aus 655 Themen, 6844 Negativen / Bildern. Hiervon konnte man 355 Personen / Themen identifizieren, was 3797 Negative / Bilder bedeutet.
Nun präsentieren wir dieses „kleinere“ Material auf unserer Website.
Uns sind natürlich die eine oder andere Bilder bekannt, welche im Besitz von Fotogalerien oder im Privatbesitz sind, aber da der Meister jeweils mehrere Bilder über seine Modelle erstellt hat, sind aus dem anderswo auffindbaren Material hier noch mehr zu sehen.
Er war der letzte „Headhunter“ des XX. Jahrhunderts.